Juneau
Aufs Exempel

Nachdem ich mich im Mainstream-Geschmuddel der sozialen Netzwerke durch die Eröffnung einer eigenen Facebook-Seite besudelt habe, schreit nun der letzte Rest Keuschheit in mir nach innerer Reinigung.

Jaaa! Entschlackung von all der virtuellen Überfutterung!

Befreiung von dem Druck daueraktiv die neuesten Facebook-Meldungen zu lesen, ihnen Gefallen zu schenken, sie zu kommentieren und mit eigenen Beiträgen einen Untergang in der Masse zu vermeiden. Präsenz wahren! Hilfe!

Pfui! Schluss aus! So! Heute trotze ich einem Leben in Abhängigkeit von neuzeitlichen Kommunikationsaktivitäten.

Die Probe aufs Exempel.
Stufe 1: Das Handy bleibt heute daheim! Jawohl!. Mit einer triumphierenden Erleichterung verlasse ich das Haus.
Ha! Das nenn ich Freiheit! Das Schmunzeln auf den Lippen. Ich fühle mich wie ein Abenteurer in der Wildnis. Frei und unbeschwert am Pulsschlag von Mutter Erde. Ganz so wie die Natur mich schuf (okay zumindest fast...).

Stufe 2: Im Büro angekommen beginnen die schmunzelnden Lippen leicht nervös zu zucken. Was wenn ein lieber Mitmensch in Not meine Hilfe benötigt? Und ich bin nicht erreichbar! Schande über mein Haupt hätte ich das Unheil abwenden können, wenn ich doch nur...hey, ich könnte ja auf Facebook posten, dass mein Handy heute daheim liegt und...möp! Ach ja - geht ja nicht. Hm.

Stufe 3: Der Ruf der Freiheit. Die Wildnis! Oh ja! Ich bin die weibliche Inkarnation des Indianer Jones.
...
Ach der Käse, ich will endlich wissen was abgeht! Pff. Ist doch wahr! Was früher die Helden der Wildbahn, sind heute die Spiesser der Zukunft. Eben. Also: Hallooo gemeine Welt der mobilen Kommunikation. Du hast mich wieder!

Und mein Schmunzeln - das glückliche - auch.

13.1.11 08:25
 
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